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Die Sonntagsspaziergänge im März

Der Winter neigt sich so langsam dem Ende zu und es kommt der Frühling – vielleicht? Hoffentlich! Nun, gehen wir also dem Frühling entgegen und krönen auch in diesem Monat die Sonntage mit einem Spaziergang beziehungsweise einem Ausflug. Diesmal beginnt der Monat mit einem lohnenden Umweg, führt uns über geheimnisvolle Wege zu geheimnisvollen Orten, erklärt nicht nur gläubigen den ‚Kirchweg‘ und ‚umrundet‘ nahezu die Diemelmündung.

Das besondere dieses Mal ist, das eine Person des kulturellen Lebens der Stadt sich einen Ausflug zum Charlottenstein gewünscht hat. Bürgerverein Karlshafen-Helmarshausen und der Blog ‚Treffpunkt Hafenmauer‘ laden daher wieder zu einem Sonntagsspaziergang ein: Am Sonntag, dem 12. März 2017, treffen wir uns um 14.00 Uhr am Kindergarten in Bad Karlshafen, um gemeinsam zur Himmelsleiter zu wandern, auf dem Rückweg suchen wir dann nach dem geheimnisvollen Charlottenstein und der heute verschwundenen Lindenhöhe. Über den Abendfrieden geht es dann wieder zurück nach Bad Karlshafen.

Sie sind herzlich eingeladen, mit uns zu wandern.

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Karlshafen – von Naturschönheiten reich begnadet!

Drei Wanderführer„Umgeben von den bewaldeten bis hart an die Weser heranreichenden steilen Höhen des Sollings und des Reinhardswaldes liegt in ein enges Tal eingebettet das von Naturschönheiten reich begnadete Karlshafen. Von vielen Aussichtspunkten bietet sich dem Auge ein immer wechselndes Bild. Ein besonders eindrucksvolles Bild von Karlshafen gewinnt man von der Bergwirtschaft Juliushöhe. Karlshafen bietet durch seine an die Stadt heranreichenden Waldungen reichlich Gelegenheit zu schönen Spaziergängen und wird darum von Fremden gerne aufgesucht. Die Zahl der Erholungssuchenden nimmt von Jahr zu Jahr zu.“

So heißt es in Müllers Führer durch die Umgebung von Solbad Karlshafen (Oberweser).

Bevor ich an dieser Stelle eine Liste über alle 30 (!) mir bekannten Aussichtspunkte auf (nun) Bad Karlshafen von Reinhardswald, Solling und Kuhberg veröffentliche, noch einige grundsätzliche Anmerkungen: Auch wenn ich mich gelegentlich wiederholen sollte und mancher den Neuigkeitsgehalt meiner Blogs vermissen sollte, bin ich fester Anhänger der Philosophie „Steter Tropfen höhlt den Stein.“

Zwei Beispiele: Vor einigen Wochen wies Rogerus Mons auf seiner Facebook-Seite ‚Bad Karlshafen & Helmarshausen‘ (Link siehe unten) darauf hin, dass der ansonsten herrliche Blick vom Hugenottenturm auf die Stadt derzeit durch Bewuchs stark eingeschränkt sei. Es dauerte nicht lange und man konnte wieder den – meiner Meinung nach schönsten – Blick auf die Stadt genießen. Zweitens konstituiert sich gerade innerhalb des erst kürzlich gegründeten Bürgervereins Karlshafen-Helmarshausen (Link siehe unten) eine Projektgruppe, die sich die Reaktivierung einiger der schönsten Waldwege in der Umgebung von Bad Karlshafen und Helmarshausen zum Ziel gesetzt hat. Ihr erstes Treffen findet am 17. August 2016 statt.

Seien Sie also in der Folge gespannt auf ‚Wandererslust‘, ‚Milchhäuschen‘ und ‚Teufelskanzel‘. Karlshafen – von Naturschönheiten reich begnadet! weiterlesen

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Vergessene Orte: Der Hermann-Löns-Platz

P1040326Der vor 150 Jahren geborene ‚Heidedichter‘ Hermann Löns hat im stadtnahen Reinhardswald von Bad Karlshafen seinen eigenen Platz, einen ‚Aussichtspunkt auf das reizvolle Diemeltal‘, wie es sinngemäß im Wanderführer von 1938 heißt. Doch wer war dieser Hermann Löns und wo findet man heute seinen Platz? In der Liste der bekannten Löns-Gedenkstätten steht für ‚Bad Karlshafen/Weser‘ folgender Eintrag zu Buche: ‚Löns-Platz mit Löns-Stein‘. Früher war es laut Wanderführer zudem einer der attraktiven Aussichtspunkte der Stadt: „Es folgen kurz hintereinander die drei Aussichtspunkte Hermann-Löns-Platz, Hessenkanzel und Wandererslust. Von diesen drei Punkten biete sich dem Wanderer einer der reizvollsten Anblicke der Umgebung Karlshafens.“

Und heute? Vergessene Orte: Der Hermann-Löns-Platz weiterlesen

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Kennen Sie Rütli und Schlossblick? – Teil 2: ‚Wandererslust‘ 1938 reloaded

P1040604Gehen Sie heute mit mir achtundsiebzig Jahre in der Zeit zurück und stellen Sie sich vor, wie eine Familie an einem Sonntagmittag bei Rehbraten oder Erbseneintopf die Fragen diskutiert, wo denn der anstehende Sonntagsspaziergang entlangführen sollte. Vater möchte gerne zum Hugenottenturm und nach Herstelle, doch schließlich können ihn die Mutter und ihre drei Töchter beim Griesbrei mit Himbeeren zu einer weniger anstrengenden Tour überreden: In den Reinhardswald soll es gehen, hinauf zu ‚Rütli‘ und ‚Wanderslust‘. Das größte Problem der Mutter würde auf dieser Route vermutlich darin bestehen, den Vater davon abzuhalten, in der Bahnhofsgaststätte ein Bier zu trinken – denn dann müssten die vier Frauen wohl ihren Weg alleine fortsetzen.

„Magda, hol doch bitte mal die ‚Geschichte der Landschaft und der Stadt Karlshafen mit Führer durch die Umgebung und Dampferfahrplan‘ aus meiner Schreibtischschublade und schau dir an, wo wir lang laufen müssen.“ Stolz würde die Zwölfjährige sich auch alles genau einprägen – schließlich hatte sie heute die Verantwortung.

Kommen Sie mit auf eine Reise durch Raum und Zeit – auf einer Strecke, von deren Schönheit ich mich erst kürzlich wieder überzeugen konnte und die einen wirklich vergessen lässt, in welchem Jahr man eigentlich lebt.
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Kennen Sie Rütli und Schlossblick? – Teil 1: Bestandsaufnahme

Wanderführer alt und neuJede/r in Bad Karlshafen und Helmarshausen kennt die Juliushöhe, den Hugenottenturm und das Schloss. Einige kennen Deichmannsgrotte, Römerblick und den Hermann-Löns-Platz. Aber wie sieht es aus mit der Lindenhöhe, dem Diemelblick, Petrisitz und Rütli? Immer interessiert an alten Unterlagen über die Stadt ist mir vor einiger Zeit die ‚Geschichte der Landschaft und der Stadt Karlshafen mit Führer durch die Umgebung und Dampferfahrplan‘ aus dem Jahr 1938 in die Hände gefallen – freundlicherweise hat mir der Heimatforscher Egon Haake aus Gottsbüren diesen kleinen, für mich so wertvollen Schatz vermacht. Beim sorgfältigen Studium dieses vierundzwanzig Seiten umfassenden Heftchens kamen mir folgende Einsichten, deren Existenz ich vorher nicht bedacht hatte: Erstens ist dieses Heftchen mit seinen neunzehn Spazier- und Wandervorschlägen das Vorbild für die bis vor wenigen Jahren bestehende ‚Wandernadel Bad Karlshafen‘, zweitens hatten einige der noch heute bekannten Plätze und Aussichtspunkte damals andere Namen und drittens sind einige der Plätze und Aussichtspunkte heute nicht mehr bekannt und werden wohl vollkommen Vergessenheit geraten, holt sie nicht jemand aus ihrem Dornröschenschlaf. Daher heute eine kleine, zu meinen bisherigen Ausführungen erweiterte Bestandsaufnahme. Ein zweiter Teil soll dann eine ‚Route der vergessenen Orte und Wege‘ beschreiben.

Ich wette mit Ihnen, dass die meisten der Ortskundigen jedoch schon einmal beim ‚Rütli‘ waren.
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