Konzepte zur Stadtentwicklung

Screenshot 2016-03-20 09.26.58Ich möchte an dieser Stelle die bereits vorhandenen Konzepte zur Stadtentwicklung aus ihrem Dornröschenschlaf holen, damit sie zunächst gelesen und dann auch endlich umgesetzt werden. Sicher, einige putzige Ideen sind darunter, die sich nicht oder nur mit nicht unerheblichen finanziellen Mitteln sowie einigem organisatorischen Aufwand umsetzen lassen. Aber es sind ausreichend kreative Ideen jenseits von Fördermillionen und Großprojekten vorhanden – sie sind auch die dringend notwendige Blaupause für eine erfolgreiche Zukunft beider Ortsteile.

Das Hauptaugenmerk mag nun auf der Hafenöffnung liegen, doch ist eine Vielfalt an Ideen und Lösungen immer erfolgreicher als die Konzentration auf nur ein (zudem mit vielen Risiken behaftetes) ‚Leuchtturmprojekt‘. Das es durchaus interessante Lösungen gibt, das möchte ich auch mit meinen Kurzgeschichten des Essaybandes ‚Bad Karlshafen 2.0‘ zum Ausdruck bringen.

Daher heute mal keine Literaturschau auf Bücher aus der Vergangenheit beider Ortsteile – heute geht es einmal um die Zukunft der Stadt. Mein Wunsch ist es, dass möglichst viele Einwohner aus Bad Karlshafen und Helmarshausen sich die Zeit nehmen, die Studien und Konzepte einmal zu lesen und sie untereinander zu diskutieren, so wie es bereits einmal im Facebook-Forum ‚Lust nach Hafen‘ der Fall war. Der Bürgermeister bat mich in einem seiner Schreiben darum, doch zukünftig bitte konstruktiv mitzuarbeiten – dem Wunsch komme ich mit meinem Blog sehr gerne nach. Was könnte den konstruktiver sein, als seine Mitbürgerinnen und Mitbürger zum Nachdenken und Träumen über diese schöne Stadt anzuregen?

Also, das ›Stadtmarketingprozess und Stadtmarketingkonzept für Bad Karlshafen / Helmarshausen‹ und das ›Teilräumlich integrierte Handlungskonzept Bad Karlshafen‹ warten auf Sie! Aber lassen Sie sich durch die komplizierten Titel nicht verunsichern, hinter diesen sperrigen Begriffen stecken eine Menge toller Ideen für unsere Stadt – Sie werden überrascht sein!

Stadtentwicklung Bad Karlshafen – was geht?

„Bad Karlshafen und Helmarshausen haben eine bewegte Vergangenheit und eine Zukunft, die in unseren Händen liegt. Hier finden Sie Informationen rund um die Pläne und Konzepte zur Innenstadtentwicklung und der Hafennutzung. Des Weiteren über verschiedene Förderprogramme für Privatpersonen, Bürgerinitiativen und Kommune.“ Mit diesen Worten werden die bereits vorhandenen Informationen auf der Tourismusseite der Stadt Bad Karlshafen angekündigt.

Schauen wir also mal …

‚Teilräumliches integriertes Handlungskonzept Bad Karlshafen‘ (PlanRat, Kassel, 2014)

„Das teilräumliche integrierte Handlungskonzept bildet den Handlungsleitfaden für die Umsetzung von Maßnahmen im Rahmen des Förderprogramms „Städtebaulicher Denkmalschutz“ in Bad Karlshafen. Das vorliegende Handlungskonzept ist eine Voraussetzung für die Aufnahme Bad Karlshafens in dieses Programm. Es bildet die Grundlage für die Festlegung des Fördergebietes und die Förderanträge von Einzelmaßnahmen. Die Inhalte des teil-räumlichen integrierten Handlungskonzepts entsprechen den Vorgaben des Landes Hessen und werden bei Bedarf fortgeschrieben.“ So heißt es in der Einleitung der Studie.

Und in der Tat ist das Konzept sehr umfangreich: Die üblichen Grundlagen sind ‚Einleitung‘, ‚Funktion des teilräumlichen integrierten Handlungskonzepts‘, ‚Kurzdarstellung der Stadt Bad Karlshafen‘, ‚Übergeordnete und vorausgegangene Planungen‘, ‚Ziele des Förderprogramms „Städtebaulicher Denkmalschutz“ in Bad Karlshafen‘, ‚Leitbild Bad Karlshafen‘ und ‚Festlegung des Fördergebietes‘. Richtig interessant wird es jedoch, wenn es um die ‚Handlungsfelder und Maßnahmen‘ geht: Die genannten Handlungsfelder sind:

  •  Schleusenöffnung und Hafenbelebung.
  •  Aufwertung der Freiräume.
  •  Gebäudeerhalt und -nutzung.
  •  Inszinierung und Präsentation der Stadt und ihrer Geschichte.

Die Handlungsfelder ‚Fördermaßnahmendurchführung‘ und ‚Maßnahmenplan‘ runden die Aufstellung ab.

Wenn Sie das so lesen, fällt Ihnen nicht auch schon – ohne die Studie gelesen zu haben – der ein oder andere Punkt ein? In der Studie stehen beispielsweise Punkte wie ein ‚Museum für Hafen- und Stadtgeschichte‘, ‚Altstadtrundgang mit Unterstützung digitaler Medien‘ und die ‚Verbindung Hafenplatz-Weser‘. Mir würden da auch noch ein paar ganz andere Dinge einfallen, doch dazu später mehr.

Inzwischen wurde durch Beschluss der Gemeindevertreter das Fördergebiet auch auf Helmarshausen ausgedehnt.

Stadtmarketingprozess und Stadtmarketingkonzept Bad Karlshafen (Dr. Bernd Schabing, Detmold, 2011)

Das Stadtmarketingkonzept besteht aus folgenden Teilen:

  • Bad Karlshafen (Teil 1).
  • Stadtmarketingkonzept – Belebungskonzept (Teil 2).
  • Stadtmarketingkonzept – Museumskonzept Helmarshausen (Teil 3).

sowie drei umfangreichen Anhängen.

Hier sind insbesondere das Belebungskonzept (Teil 2) und das Museumskonzept Helmarshausen (Teil 3) von besonderem Interesse. Im Belebungskonzept werden realistische Verbesserungsmöglichkeiten bereits auf Euro und Cent kalkuliert sowie bereits lokale Handwerker für die Ausführung der Arbeiten benannt. Das ‚Museumskonzept Helmarshausen‘ spricht unter anderem von Helmarshausen als einem ‚Museum im Freien‘ – in meinen Augen ein sehr interessanter Gedanke – insbesondere mit der im Planung befindlichen Umgehung der B83 und der damit einhergehenden Verkehrsberuhigung des Ortes.

Machbarkeitsstudie zur Nutzung der Hafenanlage

Das ‚Leuchtturmprojekt‘ der Stadt, das als Initialzündung für eine positive Stadtentwicklung dienen soll. Da hier die entsprechenden Weichen zur Umsetzung bereits durch den Bürgerbescheid gestellt worden sind und dadurch auch viele Kapazitäten in Verwaltung und Politik gebunden sein werden, haben diese Untersuchungen für mich keine Priorität – sie werden ja bereits bearbeitet. Ich bleibe auch bei meiner Ansicht: eine ‚Wunderschleuse‘ allein kann und wird es nicht geben: sie ist nur eine von vielen erforderlichen Maßnahmen zur Belebung der Stadt.

Weitere Programme und Fördermöglichkeiten

1) Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“

  • Projektaufruf
  • Geförderte Projekte (Jury)

2) Expertengruppe Städtebaulicher Denkmalschutz

  • Bundestransferstelle Städtebaulicher Denkmalschutz
  • Empfehlungsschreiben

3) Verschiedenes

  • Vortrag zur Bürgerversammlung am 17.09.2015

4) Förderprogramme

  • Land mit Zukunft.
  • INGEplus.
  • Ab in die Mitte!

Bad Karlshafen 2.0

Ist die nordhessische Ortschaft Bad Karlshafen eine abgewohnte Stadt ohne Zukunft? Sicher nur, wenn ihre Bewohner das zulassen. Was die Verantwortlichen, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern, aus dem Ort machen können, dies zeigt der Essayband ›Bad Karlshafen 2.0‹. Die mehrteilige Reihe beginnt mit zwei Geschichten, die im Bad Karlshafen des Jahres 2018 spielen; getreu dem Motto des Glockenspiels ›Die Gedanken sind frei‹, welches jeden Tag um 17.00 Uhr vom Rathausturm der Stadt ertönt. Die Kurzgeschichte ‚Ein Hauch von Venedig‘ ist für jeden kostenlos verfügbar: http://federstrich3610.de/auszug-2018-ein-hauch-von-venedig/.

Bisher als eBooks erschienen sind ‚Teil 1: 2018‘ und ‚Teil 2: 2019‘.

Quellen und zum Weiterlesen

Stadtentwickung Bad Karlshafen

Bad Karlshafen 2.0