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Faszination Carlsbahn – Teil 3: Warum nicht einmal davon träumen, mit der Ferkeltaxe durch das Diemeltal zu reisen?

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Bevor Sie heute den dritten Blogbeitrag zur Carlsbahn lesen, muss ich Sie warnen: Es ist eine Art ‚Dauerwerbesendung‘, wie man sie sonst eigentlich nur aus dem Privatfernsehen kennt. Wer also möchte, kann nun sofort wegzappen, ähh, ich meinte natürlich wegklicken. Alle anderen lade gerne ich ein auf eine fantastische, aber sicherlich spannende Reise ein. Das Reisemittel unserer Wahl ist – neben der Ferkeltaxe – die Neugier und die Phantasie, mit ihnen im Gepäck reisen auf den Spuren der Carlsbahn durch das Diemeltal.

Die Idee

Wie kommt man auf die Idee, einen Regionalkrimi über die Carlsbahn zu schreiben? Vielleicht aus Sehnsucht, einfach eine schöne Zeit verpasst zu haben? Oder aus Motivation, sich einmal näher mit der Carlsbahn und seiner Geschichte zu befassen? Vielleicht auch aus Spaß, einfach einmal etwas total Verrücktes zu schreiben? Ich weiß es nicht, sicherlich ist es eine Mischung von allem. Wie antwortet Frau Dr. Franziska Winterbach, wissenschaftliche Bedienstete des Landesamtes für Denkmalpflege in Wiesbaden, in der Geschichte so schön auf Kommissar Ernst Kellers Frage nach der möglichen Realisierung:

»Wir können ja noch nicht einmal von einer Reaktivierung sprechen, da es vielerorts gar keinen Gleiskörper mehr gibt.«…
… »Außerdem wird das ehemalige Gleisbett heute bereits anderweitig genutzt, überwiegend dient es als Radweg.« …
… »Und selbst wenn sie einen Nutzungsplan für den ehemaligen Schienenweg erreichen könnten, der wieder die ursprüngliche Nutzung in Betracht zieht und sämtliche Aspekte des Naturschutzes außer Acht gelassen würden, ist da niemand, der das bezahlen könnte. Da müsste schon ein reicher Gönner aus dem Nichts auftauchen. Und die romantische Vorstellung, dass wieder eine ›Dampflok den Sonnenweg entlangschnauft‹, können Sie auch vergessen. Bestenfalls – und das auch nur, wenn wider Erwarten bis dahin alle anderen Dinge finanziert wurden – würde es für eine einfache Ferkeltaxe reichen.«

P1030433 (3)Die Ferkeltaxe gibt es, vermutlich wird es auch dabei bleiben. Aber nein, das ist zum Glück nicht ganz richtig: Der alte Carlsbahntunnel durch den Kesselberg bei Deisel wird nun in den Sommermonaten wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, zudem gibt es auch beim Trendelburger Heimatverein einige Informationen zur Carlsbahn. Aber was ist noch möglich? Warum nicht eine öffentliche Führung in Bad Karlshafen für interessierte Zuhörer – da gibt es mehr Dinge zu erzählen, als man gemeinhin denkt. Wer wusste beispielsweise, dass es eine Anbindung an die Schleuse an der Weser gab?

Die Kriminalgeschichte

Natürlich handelt es sich bei ‚Mit der Ferkeltaxe durch das Diemeltal‘ um eine fiktive Geschichte, alle Handlungen und Personen sind frei erfunden. Und darum geht es:

KIMG_0664arl Steinbach, der Onkel von Kriminaloberkommissar Ernst Kellers Assistentin Herta ‚Engelchen‘ Engel wird erpresst. Der Erpresser droht, den alten und gerade wiedereröffneten Eisenbahntunnel in Deisel in die Luft zu jagen. Er will damit verhindern, dass der von Steinbach geleitete Verein ‚Museumsbahn Carlsbahn‘ eine Reaktivierung der alten Strecke zwischen Carlshaven und Hümme vorantreibt. Die ersten Tatverdächtigen sind schnell gefunden – der ehrgeizige Stellvertreter Steinbachs im Museumsbahnverein und ein missgünstiger Nachbar. Nach einer aufwendigen Spurensuche und einigen falschen Fährten kommt es schließlich zum Showdown im alten Bahnwärterhäuschen direkt am Tunnel.

Das Buch

Cover 3 Ferkeltaxe2Mein Regionalkurzkrimi ‚Mit der Ferkeltaxe durch das Diemeltal – Kommissar Kellers dritter Fall‘ hat 76 Seiten und ist am 1. März 2015 als eBook erscheinen. Mittlerweile ist die Geschichte auch im Sammelband ‚Tatort Märchenland – Kommissar Keller ermittelt‘ enthalten, der im September 2015 als Taschenbuch und eBook erschienen ist.

Einfach mal reinlesen? Hier gibt es eine Leseprobe.

Quellenangaben und zum Weiterlesen

Beitrag im Bad-Karlshafen-Blog ‚Treffunkt Hafenmauer‘: ‚Faszination Carlsbahn – Teil 1: Materialsammlung‘

Beitrag im Bad-Karlshafen-Blog ‚Treffunkt Hafenmauer‘: ‚Faszination Carlsbahn – Teil 2: Expedition Carlsbahn‘

Heimatmuseum Trendelburg

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