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Echte Hingucker: Die Helmars-Häuser

Einige Mitspatzierer konnten sie ja am 5. Februar 2017 bereits selbst in Augenschein nehmen, die Perlen des Diemelortes Helmarshausen, die „Helmars-Häuser“. Eine wunderbare Initiative des Heimatvereins Helmarshausens, historische Häuser und Plätze im Ort mit kleinen Informationstafeln zu versehen, um ihre Eigen- und Besonderheiten zu beschreiben. Und der Ort hat in der Tat viel zu bieten: Ein Schloss, einen Bahnhof, ein Fachwerkhaus, der mal als Szene für einen Tatort diente, eine nicht mehr vorhandene, aber trotzdem bemerkenswerte Mühle, sowie zahlreiche Längsdielenhäuser. Die „Helmars-Häuser“ reichen vom ehemaligen Schloss Bentinck am ehemaligen Krankenhaus bis hin zum ehemaligen Knappschaftskurheim (die heutige Jugendherberge in der Gottsbürener Straße). Sie kennen die „Helmars-Häuser“ noch nicht? Dann wird es aber Zeit, sie kennenzulernen und nebenbei einiges über die Geschichte des dörflichen Helmarshausens zu lernen. Das „dörflich“ mag abwertend klingen, ist aber in diesem Fall ein großes Kompliment für eine tolle Gemeinschaft mit dem Heimatverein Helmarshausen an der Spitze. Neugierig? In meinem Bad-Karlshafen-Blog gibt es eine schöne Beschreibung, wie man die Helmars-Häuser in einem Sonntagsspaziergang einmal ablaufen kann.

Helmars-Häuser-Tafeln erklären historische Gebäude

In dem gleichnamigen Zeitungsbericht in der Hofgeismarer Allgemeinen vom 6. April 2016 (Link siehe unten) wurde die Initiative des Heimatvereins Helmarshausen erstmalig beschrieben. Damals war vor allem von Willi und Dieter Steinbrecher, Willi Scheele sowie Wolfgang Frohmüller die Idee von Marcus Dittrich aufgegriffen worden, an historischen Plätzen und Gebäuden einheitliche Hinweistafeln anzubringen, die etwas über die Geschichte des Objekts vermitteln. Waren es zunächst fünfzehn Stationen, die beschildert wurden, sind es nun bereits mehr als zwanzig.

Die Stationen

  1. Schloss Bentinck (ehemaliges Krankenhaus).
  2. Großes, dreigeschossiges Handwerkerwohnhaus aus dem Jahre 1851.
  3. Längsdielenhaus aus dem Jahr 1670.
  4. Ehemaliges Rathaus aus dem Jahre 1910. Jetzt Heimatmuseum des Heimatvereins.
  5. Ehemaliges Bauerngehöft der Familie Hille. 1958 siedelten sie um. Bald danach wurden die Gebäude abgerissen.
  6. Bürgerhaus aus dem Jahr 1694.
  7. Hier standen die Mühlengebäude der Firma Schöttler und Frei. Sie brannte 1962 bis auf die Grundmauern ab.
  8. Ehemaliger Bahnhof Helmarshausen.
  9. Gottsbürener Straße: Deutsches Jugendherbergswerk und ehemaliges Knappschaftskurheim.
  10. Fachwerkhaus aus der Zeit um 1800.
  11. Fachwerkhaus mit Walmdach.
  12. Haus von Hans-Georg Bönning.
  13. Giebelhaus mit fünf gleichmäßigen Gefachen. Auffallend ist der rundbogige Hauseingang. Über der Eingangstür liegt ein Balken mit Inschrift und der Jahreszahl 1668.
  14. Städtisches Wohnwirtschaftsgebäude aus dem Jahre 1564.
  15. Längsdielenhaus aus dem Jahre 1755.
  16. Städtisches, barockes Längsdielenhaus aus dem Jahre 1710.
  17. Haus der Familie Schieweck.
  18. Längsdielenhaus, erbaut 1730.
  19. Haus der Familie Geschonke.
  20. Frühbarockes Ackerbürgerhaus aus dem Jahr 1676.

Hinzu gekommen sind inzwischen noch zwei Schilder in der Poststraße:

  1. Bauernhof Bornemann / Wohnhaus Mantel) an der Bushaltestelle gegen über Café Schürmann.
  2. Haus Dilling / Haus der „Postliesel“ Frau Büchling (Einfahrt zur Mauerstrasse an der Touristen –Info).

Die Lage der Stationen ist der zum Faltblatt gehörenden Karte zu entnehmen.

Vorläufige Karte

Quelle: Heimatverein Helmarshausen

Faltblatt

Ein Faltblatt mit den Stationen und der kleinen Karte gibt es beim Heimatverein Helmarshausen. Das Faltblatt ist derzeit in Überarbeitung, da aufgrund der unermüdlichen Tätigkeit des Heimatvereins Helmarshausen immer wieder Stationen hinzukommen.

Sonntagsspaziergang „entlang der Helmars-Häuser“

Hafenplatz – Schützenallee – Wechselberg – Jugendherberge – Ehemaliger Bahnhof Helmarshausen – Diemelbrücke – Steinstraße – Poststraße – ehemaliges Krankenhaus – Krukenburg – Carlsplatz – Diemelbrücke – Hafenplatz

Dieser Weg führt uns zu einer ganz besonderen Attraktion, den Helmars-Häusern. Insgesamt zwanzig Stationen dieser ‚Helmars-Häuser‘ gibt es, von der Jugendherberge bis zum ehemaligen Krankenhaus, dem ehemaligen Schloss Bentinck. Auf unserer Route kommen wir über die Jugendherberge, den ehemaligen Bahnhof und die ehemalige Mühle in die Steinstraße, wo sich die meisten der Helmars-Häuser befinden. Nach Besuch des ehemaligen Schlosses Bentinck geht es über die Krukenburg und den Carlsplatz zurück nach Bad Karlshafen. Eine schöne Wanderung, für die man sich die entsprechende Zeit nehmen sollte.

Dauer: Circa 120-150 Minuten.

Hinweis: Feste Schuhe erforderlich.

Spenden

Finanziert hat das Projekt zunächst der Heimatverein Helmarshausen 1951 e. V., Spenden zur Deckung der Kosten sind natürlich immer willkommen. Oder werden Sie doch einfach Mitglied im Verein und unterstützen Sie die engagierten Mitglieder auf diese Weise bei ihrer Arbeit. Weitere Informationen und Kontakt: Heimatverein Helmarshausen.

Quellen und zum Weiterlesen

Faltblatt

Helmars-Häuser: Zeitungsnotiz

Weitere Informationen und Kontakt

Heimatverein Helmarshausen

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