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Die Sonntagsspaziergänge im Oktober

Die Vorschläge 48 bis 52 schließen nun die Reihe von wöchentlichen Sonntagsspaziergängen ab. Im hoffentlich schönen Oktober geht es hinauf zur Sohnreyhöhe, der lohnende Umweg führt in die Gegend von Schönebeck und Sababurg. Es gibt für wechselhaftes Wetter oder ein zu üppiges Mittagessen eine Faullenzerrunde. Wir begleiten den Bürgerverein bei seinem Schnatgang am 21. Oktober 2017 über den 8,5 Kilometer langen Sängerweg. Der 52. und letzte Vorschlag ist noch mal ein besonderer Leckerbissen: Er bringt den Sonntagsspaziergänger an einige Schauplätze des ‚Tatort Märchenlands‘.

Damit endet die Auswahl an Sonntagsspaziergängen, die nun ja ein ganzes Jahr ausfüllen und den interessierten Bürgern und Gästen eine Vielzahl von Möglichkeiten bieten, die beiden Orte Bad Karlshafen und Helmarshausen sowie die ebenso schöne Umgebung zu erkunden. Daher zum vorerst letzten Mal: Viel Spaß auf all Ihren Wegen!

Vorschlag 1: Sohnreyhöhe

Hafenplatz – Weserstraße – Unter den Eichen – Friedenstal – Radweg – Sohnreyhöhe – Radweg – Friedenstal – Unter den Eichen – Weserstraße – Hafenplatz

Hoch über der Stadt liegt ein wirklich schöner Aussichtspunkt auf Bad Karlshafen: Die Sohnreyhöhe. Hinter der Weserbrücke geht man nach rechts in die Straße ‚Unter den Eichen‘. Nach gut einhundert Metern führt ein kleiner Weg links in den Wald. Bald erreicht man einen Tunnel, der links unter den Gleisen ins Friedenstal führt. Durch dieses schöne Tal hindurch (an der Abzweigung rechts gehen und nicht gerade aus den Anstieg hinauf) kommt man auf den Radweg. Wenn man diesen überquert, kommt man linkerhand gleich wieder in den Wald, wo unmittelbar ein Weg nach rechts hinauf zur Sohnreyhöhe beginnt. Nach einigen hundert Metern überquert man eine Forststraße, der weg führt weiter den Berg hinauf. Auf der Höhe angekommen, biegt man vom Hauptweg nach links ab und erreicht nach circa einhundert Metern den Aussichtspunkt. Auf der Sohnreyhöhe befinden sich ein Gedenkstein, eine Bank, eine bequeme Liege und eine Gedenktafel.

Möchte man noch einen anderen, ebenfalls sehr schönen Blick auf das Wesertal genießen, so wandert man weiter nach ‚Lug ins Land‘.

Dauer: Circa 120-150 Minuten.

Hinweise: Feste Schuhe erforderlich. Zum Teil schweres Gelände. Teilweise steiler Anstieg.

Vorschlag 2: Der zwölfte lohnende Umweg (Ausflug)

Aus dem Buch ‚Lohnende Umwege‘ möchte ich heute die zwölfte Route vorstellen, sie hat folgende Stationen:

  • Bad Karlshafen (Startpunkt)
  • Schöneberg (Fachwerkkirche, ‚Hugenottenhaus‘)
  • Hofgeismar (Basilika, Stadtmuseum)
  • Gesundbrunnen (Schlösschen Schönburg und Park)
  • Beberbeck (Schloss, Gestüt)
  • Sababurg (Burg, Urwald)
  • Gottsbüren (Wallfahrtskirche)

Diese Tour könnte ein schöner Sonntagausflug sein, während dem man unterwegs gemütlich zu einem Mittagessen einkehrt.

Leider können hier an dieser Stelle keine detaillierten Hinweis zu den Orten gegeben werden, hier sei auf das Buch ‚Lohnende Umwege‘ beziehungsweise die Informationen der Gemeinden Bad Karlshafen, Hofgeismar und Trendelburg verwiesen.

Dauer: individuell

Vorschlag 3: Die Faullenzerrunde

Hafenplatz – Diemelbrücke – Krebs und Riedel – Diemelbrücke – Unter dem Königsberg – Hafenplatz

Das ist ein Vorschlag, der Rücksicht nimmt auf nicht optimales Wanderwetter oder einen zu üppig geratenen Sonntagsbraten. Vom Hafenplatz geht es über die Diemelbrücke entlang der B83 zu Krebs und Riedel. Erreicht man die Fußgängerunterführung, so geht man diese hindurch und über die Brücke auf die andere Diemelseite. An der Weggabelung links in die Straße ‚Unter dem Königsberg‘ und über ‚Am Reservoir‘, ‚Gallandstraße‘ und ‚Lutherstraße‘ zurück zum Ausgangspunkt.

Dauer: ca. 45 Minuten.
Leichter Weg.

Vorschlag 4: Sängerweg

Hafenplatz – Diemelbrücke – Ludwigstein – Hugenottenturm – Sängertempel auf den Sängerklippen – Dreiländereck – Schillerhain – Hundeübungsplatz – Schäferscheune – Sängerplatz 1 – Sängerplatz 2 – Schützenhalle – Diemelbrücke – Gottsbürener Straße – Dornröschenweg – Finkeplatz / Falkenhorst – Arbeitersängerplatz – Schützenallee – Lutherstraße – Hafenplatz

Dieser Weg führt an fünf Sehenswürdigkeiten / Plätzen vorbei, die im direkten Zusammenhang stehen mit der langen Sangestradition in beiden Orten. Dieser Weg entspringt einem Projekt des Bürgervereins Karlshafen-Helmarshasuen e. V. Das erste Ziel ist nach dem Aufstieg der Sängertempel auf den Sängerklippen. Am Dreiländereck angekommen geht es nach links am Hersteller Feld entlang zum Schillerhain. Der Weg führt weiter, an Hundeplatz, Reiterhof und Schäferscheune zur Krukenburg. Geht man den Fußweg links vom Cafe Krukenburg vorbei hinunter, kommt man an den beiden Sängerplätzen von Helmarshausen vorbei. Der Weg geht weiteer Richtung Schützenhalle und nach rechts in die Gottsbürener Straße. Am Königsberg schlägt man den Weg in Richtung Jugendherberge ein, um kurz vorher auf den Dornröschenweg zu gelangen. Man genießt die Aussicht an Finkeplatz / Falkenhorst und gelangt nach weiterem Wandern zum Arbeitersängerplatz. Den Dornröschenweg weiter entlang erreicht man die Schützenallee und gelangt über die Lutherstraße wieder zum Hafenplatz.

Dauer: ca. 2,5 Stunden.
Teilweise anspruchsvoller Weg, zwei schwierige Steigungen.

Vorschlag 5: Am Tatort Märchenland

Hafenplatz – ehemalige Sieburgschule – Rathaus – Carlsbahn-Denkmal – ehemaliger Gasthof zur Linde – Landgraf-Carl-Haus – Conradistraße – Hafenplatz

Vorsicht, enthält Produktplatzierungen. 🙂

An sechs Stationen wird jeweils der Inhalt einer Geschichte von Ernst Keller und Engelchen am Tatort Märchenland angerissen. Autor der Reginalkriminalgeschichten ist der aus Bad Karlshafen stammende Autor Christian Schneider.

Vom Hafenplatz geht es an der Evangelischen Kirche und Kindergarten vorbei zur ehemaligen Sieburgschule, wo Keller und seine Mitschüler ihre Grundschulzeit verbracht haben, bevor ‚Das gemeingefährliche Jahrgangstreffen‘ stattfand, in dessen Nachgang ein Mitschüler mit einem Gartenzwerg niedergestreckt wurde. Das Rathaus könnte der Ort gewesen sein, in dem die Bürger in ‚Mordwind‘ über ein umstrittenes Windkraftprojekt informiert worden sind, dass die Bürger der Stadt in zwei feindliche Lager geteilt hat. Die ehemalige Carlsbahnstrecke als Museumsbahn? Eine Initiative, die nicht allen gefällt und die in der Drohung mündet, den Tunnel in Deisel zu sprengen. ‚Mit der Ferkelltaxe durch das Diemeltal‘ erzählt diese Geschichte. Mit einem Graffiti wie am ehemaligen Gasthof zur Linde fing alles an: Ein fieser Anwalt sucht Hilfe bei Keller und Engelchen und im Verlauf von ‚Herrenabende auf Ratenzahlung‘ bringt sich ein Freund Kellers in tödliche Gefahr. Am Polizeiposten Bad Karlshafen hat sie ihren Sitz, die ‚SOKO Selma‘. Das kleine Mädchen wurde nach einem Banküberfall in Helmarshausen als Geisel genommen – jetzt zählt jede Minute. ‚Stille Post‘ erzählt die Geschichte von Holger, Andrea, Hansgünther und Ella. Keller und Engelchen müssen erkennen, dass der Tod am Hugenottenturm irgendetwas mit einer schillernden Persönlichkeit des Ortes zu tun haben muss.

Dank

Herzlichen Dank an Herrn Christian Schäfer, Antiquariat Bernhard Schäfer, Bad Karlshafen, für die Einwilligung, an dieser Stelle die Touren des Buches ‚Lohnende Umwege‘ von Kupetz, Sigrid et al. vorstellen zu dürfen.

Hinweis

Übrigens: ‚Sonntagsspaziergang‘ ist auch der Name eines Gemäldes von Carl Spitzweg aus dem Jahr 1841. ‚Sonntagsspaziergang – im Salon der Natur‘ – trefflicher konnte der Beitrag über das Bild kaum betitelt werden: ‚Sonntagsspaziergang – im Salon der Natur‘: Beitrag im Mahagoni-Magazin – Magazin für Stil, Lebensart und Kultur, aufgerufen am 29. Oktober 2016.

Quellen und zum Weiterlesen

Stadtgeschichte

Bohn, Robert (2000): 1699-1999 Karlshafen – Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Hessischen Planstadt aus der Barockzeit, Reihe ‚Beiträge zur Geschichte der Stadt Karlshafen und des Weser-Diemel-Gebiets‘, Band 11, Verlag des Antiquariats Bernhard Schäfer, Bad Karlshafen.

Lohnende Umwege

Kupetz, Sigrid et al.: Lohnende Umwege – 12 Reiserouten im Dreiländereck Nordhessen, Ostwestfalen und Südniedersachsen, 532 Seiten, 2002, Reihe: ‚Beiträge zur Geschichte der Stadt Bad Karlshafen und des Weser-Diemel-Gebiets‘, Band 13, Verlag des Antiquariats Bernhard Schäfer, Bad Karlshafen, ISBN: 3- 934800-01-7. Neupreis: 49,90 Euro – das Buch ist derzeit jedoch nur antiquarisch erhältlich.

Wanderkarten

Bad Karlshafen GmbH: Wanderkarte Bad Karlshafen, Maßstab 1 : 25 000, kein Jahr, Publicpress Publikationsgesellschaft mbH, Geseke.

Kartographische Kommunale Verlagsgesellschaft (Hrsg.): Bad Karlshafen – Stadtplan mit Rad- und Wanderkarte, 3. Auflage, 2014, Maßstab 1 : 7 500, Nordhausen.

Weitere Informationen …

… zu Einkehrmöglichkeiten, Internetadressen und weiteren Quellen folgen demnächst. Es ist eine Sammlung der Spaziergänge in einem eBook geplant. Dort wird es auch weitere Hinweise zu den Sonntagsspaziergängen geben.

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