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Warum nicht eine Themenstadtführung zur Geschichte der Carlsbahn?

P1030440Was macht man, wenn man merkt, dass etwas gut läuft? Richtig, man schreibt noch mehr über das gleiche Thema. Im Falle der Carlsbahn ist der Erfolg quasi vorprogrammiert – viele interessieren sich auch noch fünfzig Jahre nach der Stilllegung für dieses Teilstück der Friedrich-Wilhelm-Nordbahn. Drei Teile zum Thema Carlsbahn habe ich bereits in meinem Blog veröffentlicht – Materialsammlung, Radtour und die fiktive Kriminalgeschichte über eine Museumsbahn. Ein weiterer Teil steht immer noch aus – über das Gesellschaftsspiel ‚Vorwärts Carl‘, entwickelt von Stadt- und Landschaftsplanern der Universität Kassel. Vergessen ist dieses Thema nicht, doch scheint es mir aus gegebenem Anlass heute wichtiger, einen Vorschlag zu machen, wie sich die Attraktivität der Stadt durch eine in meinen Augen einfache Aktivität steigern ließe. Die Zutaten sind nicht schwierig zu beschaffen:

1) Jemand, der sich mit der Geschichte der Carlsbahn gut auskennt und zudem lebendig zu erklären vermag,
2) ein leerstehendes Geschäft (am besten in der Weserstraße) und
3) möglichst viele Fotos von der Carlsbahn, seinen Bahnhöfen und dem täglichen Betrieb an und in den Zügen.

Rührt man diese Zutaten zusammen, so hat man eine weitere attraktive Stadtführung einschließlich einer interessanten Fotoausstellung.

Sie können sich das nicht vorstellen? Dann lesen Sie als Ausschnitt von ‚Bad Karlshafen 2.0 – Teil 2: Bad Karlshafen & Helmarshausen im Jahr 2019‘ exklusiv die Kurzgeschichte ‚Themenführung ‚Die Carlsbahn in Bad Karlshafen“.

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Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewandt …

Screenshot 2016-03-20 09.26.58… ist vielleicht als Motto etwas übertrieben, doch immerhin wurde unsere Stadt aus selbst berufenem Mund als ‚abgewohnt‘ bezeichnet. Ich kann es einfach nicht lassen und möchte gerne meinen Teil dazu beitragen, dass die bereits vorhandenen Konzepte zur Stadtentwicklung aus ihrem Dornröschenschlaf geholt werden und sie zunächst gelesen und dann auch endlich umgesetzt werden. Sicher, einige putzige Ideen sind darunter, die sich nicht oder nur mit nicht unerheblichen finanziellen Mitteln sowie einigem organisatorischen Aufwand umsetzen lassen. Aber es sind ausreichend kreative Ideen jenseits von Fördermillionen und Großprojekten vorhanden – sie sind auch die dringend notwendige Blaupause für eine erfolgreiche Zukunft beider Ortsteile.

Das Hauptaugenmerk mag nun auf der Hafenöffnung liegen, doch ist eine Vielfalt an Ideen und Lösungen immer erfolgreicher als die Konzentration auf nur ein (zudem mit vielen Risiken behaftetes) ‚Leuchtturmprojekt‘. Das es durchaus interessante Lösungen gibt, das möchte ich auch mit meinen Kurzgeschichten des Essaybandes ‚Bad Karlshafen 2.0‘ zum Ausdruck bringen.

Daher heute mal keine Literaturschau auf Bücher aus der Vergangenheit beider Ortsteile – heute geht es einmal um die Zukunft der Stadt. Mein Wunsch ist es, dass möglichst viele Einwohner aus Bad Karlshafen und Helmarshausen sich die Zeit nehmen, die Studien und Konzepte einmal zu lesen und sie untereinander zu diskutieren, so wie es bereits einmal im Facebook-Forum ‚Lust nach Hafen‘ der Fall war. Der Bürgermeister bat mich in einem seiner Schreiben darum, doch zukünftig bitte konstruktiv mitzuarbeiten – dem Wunsch komme ich mit meinem Blog sehr gerne nach. Was könnte den konstruktiver sein, als seine Mitbürgerinnen und Mitbürger zum Nachdenken und Träumen über diese schöne Stadt anzuregen?

Also, das ›Stadtmarketingprozess und Stadtmarketingkonzept für Bad Karlshafen / Helmarshausen‹ und das ›Teilräumlich integrierte Handlungskonzept Bad Karlshafen‹ warten auf Sie! Aber lassen Sie sich durch die komplizierten Titel nicht verunsichern, hinter diesen sperrigen Begriffen stecken eine Menge toller Ideen für unsere Stadt – Sie werden überrascht sein!

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Das Wahlgeschenk – Die Kurzgeschichte ›Ein Hauch von Venedig‹ nun kostenlos lesen

Stadtverordnetenversammlung – 17 Stimmen – panaschieren – kumulieren – Kreistag – und mit Sicherheit recht lange auf das Ergebnis warten müssen: So wird der heutige Tag vermutlich für viele Bad Karlshäfer und Helmarshäuser verlaufen. Die heutige Stimmabgabe ist eine wichtige und natürlich zukunftsweisende Abstimmung; hoffentlich ist daher die Wahlbeteiligung dann auch noch höher als beim Bürgerentscheid vor vier Wochen.

›Carl Sänger‹, der gestern den zweiten Teil ›2019‹ seiner Reihe ›Bad Karlshafen 2.0‹ veröffentlicht hat, macht allen Einwohnern, Freunden, Besuchern und auf die Stadt Neugierigen ein kleines, aber wertvolles Wahlgeschenk: Die im Jahr 2018 spielende Utopie ›Ein Hauch von Venedig‹ ist nun für jeden verfügbar, der von einer schönen Zukunft der Stadt träumt – unabhängig davon, ob sich die Hafenöffnung realisieren lässt oder eben nicht. Das Wahlgeschenk – Die Kurzgeschichte ›Ein Hauch von Venedig‹ nun kostenlos lesen weiterlesen

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Bad Karlshafen und Helmarshausen gehen wählen

Eine kleine Historie der Stadtverordnetenversammlung seit 1972

P1030600In einer Woche ist in Hessen Kommunalwahl und vermutlich werden das erste Mal seit 1968 wieder vier Fraktionen in der Gemeindevertretung der Stadt an der Diemelmündung sitzen: Mit der Alternative für Deutschland (AfD) wird mit hoher Wahrscheinlichkeit das erste Mal eine rechtspopulistische Partei in die Gemeindevertretung einziehen. Leider wurde von den etablierten Parteien nicht in dem Maße die öffentliche Auseinandersetzung gesucht, wie ich (und vermutlich andere auch) es gewünscht hätte(n): Eine große Stärke dieser Partei ist ja glücklicherweise, dass sie sich in politischen Diskussionen gerne als unwählbar darstellt – die erste Bürgerversammlung zur Hafenöffnung hat das eindrucksvoll gezeigt. Der gemeine Bürger hingegen hetzt lieber in den sozialen Medien gegen die im Prinzip konzeptlose Gruppierung und klaut – ebenfalls konzeptlos – mehr als einmal ein Wahlplakat der Partei. So kommt man dieser Partei nicht bei – finde ich zumindest.

Zum Thema: Seit Jahrzehnten, eigentlich seit der Eingemeindung von Helmarshausen im Jahr 1972, gab es bisher immer drei Parteien in der Stadtverordnetenversammlung. Machen Sie mit mir heute eine kleine Reise durch die Geschichte von Stadtverordnetenversammlung und Rathaus in Bad Karlshafen und Helmarshausen. Wussten Sie beispielsweise, dass es erst seit 1977 (wieder) eine CDU-Fraktion im Stadtparlament gibt?

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1716 – Sieburg bekommt seinen ersten Stadtrat

P1030482Im Jahr 1716 schenkt der preußische König Friedrich Wilhelm I. dem russischen Zaren Peter I. das Bernsteinzimmer. Im gleichen Jahr geht der Pommernfeldzug 1715/1716 der preußischen, sächsischen und russischen Alliierten gegen die Schweden mit der Eroberung von Wismar zu Ende. Diedrich Baedeker, deutscher Buchdrucker und Verleger stirbt.

In Sieburg wurde in jenem Jahr der erste Magistrat mit Johann Heinrich Köhler als erstem Bürgermeister bestellt.

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Bad Karlshafen 2.0

1-2018 Version7Klingt es nicht nach einer abwegigen Vorstellung, einen Essayband mit dem Titel ›Bad Karlshafen 2.0‹ zu verfassen? ›Carl Sänger‹ ist das egal. Er denkt sich, dass im Fall von Bad Karlshafen und Helmarshausen die Sachlage etwas anders aussieht: Monatelang wurde in der Stadt quasi ›bis auf`s Messer‹ darüber gestritten, ob der historische Hafen mit Hilfe einer Schleuse wieder an die Weser angeschlossen werden soll oder nicht. Bis 1930 die Drehbrücke über dem Kanal entfernt wurde, gab es diese Verbindung zwischen Binnenhafen und Fluss. Viele wünschen sich heute diese ›alten Zeiten‹ zurück. Sie verweisen mit einigem Recht auf die äußerst großzügige Förderung, die mit dieser Entwicklungsmaßnahme einhergehen würde. Man mag zu dieser ›Hafenöffnung‹ jedoch stehen, wie man will: Sie alleine wird die Probleme der Stadt nicht lösen – eine ›Wunderschleuse‹ gibt es nicht und wird es auch nie geben. Dazu ist wesentlich mehr erforderlich.

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Faszination Carlsbahn – Teil 3: Warum nicht einmal davon träumen, mit der Ferkeltaxe durch das Diemeltal zu reisen?

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Bevor Sie heute den dritten Blogbeitrag zur Carlsbahn lesen, muss ich Sie warnen: Es ist eine Art ‚Dauerwerbesendung‘, wie man sie sonst eigentlich nur aus dem Privatfernsehen kennt. Wer also möchte, kann nun sofort wegzappen, ähh, ich meinte natürlich wegklicken. Alle anderen lade gerne ich ein auf eine fantastische, aber sicherlich spannende Reise ein. Das Reisemittel unserer Wahl ist – neben der Ferkeltaxe – die Neugier und die Phantasie, mit ihnen im Gepäck reisen auf den Spuren der Carlsbahn durch das Diemeltal.
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Freude, schöner Götterfunken …

P1030453Viermal am Tag ereignet sich in der Kernstadt von Bad Karlshafen etwas, das man mit bestem Gewissen als schönen Brauch bezeichnen kann: Das Glockenspiel am Rathaus. Viermal am Tag – 11.00, 15.00, 17.00 und 19.00 Uhr – erklingen verschiedene Melodien, die glücklicherweise auch noch recht weit entfernt vom Glockenturm des Rathauses zu vernehmen sind. Welche Melodien sind es, was sind ihre Geschichten und wie hört sich beispielsweise eine Kostprobe eines der Stücke an? Freude, schöner Götterfunken … weiterlesen

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Funkwellen und schwarze Kanäle

IMG_0292Heute ist ein recht grauer Tag, den ich in Kinder- und Jugendtagen regelmäßig vor dem Radio oder dem Fernseher verbracht habe. Ich habe gerade heute wieder einmal darüber nachgedacht, was ich damals alles gehört und gesehen habe. (Bad) Karlshafen lag und liegt im Dreiländereck Hessen – Nordrhein-Westfalen – Niedersachsen, was rein funktechnisch einige interessante Vorteile hatte: Neben den Sendern des Hessischen Rundfunks konnte man auch noch die Sendungen vom Westdeutschen und vom Norddeutschen Rundfunk sowie unter Umständen sogar die aus dem anderen Teil Deutschlands verfolgen – wohnte man wie ich auf einem Berg und hatte man eine ausreichend starke Antenne.

Einige Appetithäppchen: Im Radio hatte man die Gelegenheit, neben der ‚Internationalen Hitparade‘ mit Werner Reinke (HR3) auch noch Mal Sondock’s Hitparade und die Schlagerrallye vom WDR sowie das Clubwunschkonzert von NDR 2 zu hören. Im Fernsehen gab es anstatt ‚Onkel Otto‘ im HR ‚Ute, Schnute, Kasimir‘ im WDR-Regionalfernsehen. Kennen Sie die noch? West 3 als zusätzliches drittes Programm konnte man ausreichend gut empfangen, bei Nord 3 war das leider nicht möglich.

Begleiten Sie mich gerne zurück in eine Zeit, in der sich noch nicht jeder Sender via Satellit ins Wohnzimmer holen ließ und man medientechnisch noch auf eine spannende Entdeckungsreise gehen konnte. Funkwellen und schwarze Kanäle weiterlesen

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Faszination Carlsbahn – Teil 2: Expedition Carlsbahn

P1040503Gerade hat mir eine gute Freundin zuverlässig mitgeteilt, dass es heute in Bad Karlshafen geschneit hat. Doch lasse ich mich dadurch nicht davon abbringen, einen Blogbeitrag über das Radeln auf dem Bahntrassenradweg der ehemaligen Carlsbahn zu schreiben. Ein abwegiger Gedanke? Ich denke nicht.

Ein kleines Experiment soll das verdeutlichen: Wir brauchen dazu folgende Zu- und Gegenstände: Schnee (kein Problem, liegt vor der Tür), eine landschaftlich reizvolle Eisenbahnstrecke durch das untere Diemeltal (okay, sie wird nicht mehr betrieben, ist aber noch da) und eine Vorstellung von einer schnaufenden Dampflok (na, ist doch auch nicht so schwer!). Ach ja, wir selber sitzen in einem ruckelnden Eisenbahnwagen auf einer minder bequemen Holzbank. Und jetzt: Augen zu und sich der Vorstellung erfreuen, durch das winterliche Diemeltal zu reisen.
Doch irgendwann öffnen sich die Augen wieder und in die Realität des Jahres 2016 ist zurück. Zu entdecken gibt es jedoch immer noch viel – insbesondere auf der ehemaligen Bahntrasse zwischen Bad Karlshafen und Hümme.

Wie wäre es also mit dem guten Vorsatz für das neue Jahr, die ehemalige Bahntrasse zwischen Bad Karlshafen und Hümme einmal mit dem Rad zu erkunden?
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