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Bad Karlshafen 2.0

1-2018 Version7Klingt es nicht nach einer abwegigen Vorstellung, einen Essayband mit dem Titel ›Bad Karlshafen 2.0‹ zu verfassen? ›Carl Sänger‹ ist das egal. Er denkt sich, dass im Fall von Bad Karlshafen und Helmarshausen die Sachlage etwas anders aussieht: Monatelang wurde in der Stadt quasi ›bis auf`s Messer‹ darüber gestritten, ob der historische Hafen mit Hilfe einer Schleuse wieder an die Weser angeschlossen werden soll oder nicht. Bis 1930 die Drehbrücke über dem Kanal entfernt wurde, gab es diese Verbindung zwischen Binnenhafen und Fluss. Viele wünschen sich heute diese ›alten Zeiten‹ zurück. Sie verweisen mit einigem Recht auf die äußerst großzügige Förderung, die mit dieser Entwicklungsmaßnahme einhergehen würde. Man mag zu dieser ›Hafenöffnung‹ jedoch stehen, wie man will: Sie alleine wird die Probleme der Stadt nicht lösen – eine ›Wunderschleuse‹ gibt es nicht und wird es auch nie geben. Dazu ist wesentlich mehr erforderlich.

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Faszination Carlsbahn – Teil 3: Warum nicht einmal davon träumen, mit der Ferkeltaxe durch das Diemeltal zu reisen?

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Bevor Sie heute den dritten Blogbeitrag zur Carlsbahn lesen, muss ich Sie warnen: Es ist eine Art ‚Dauerwerbesendung‘, wie man sie sonst eigentlich nur aus dem Privatfernsehen kennt. Wer also möchte, kann nun sofort wegzappen, ähh, ich meinte natürlich wegklicken. Alle anderen lade gerne ich ein auf eine fantastische, aber sicherlich spannende Reise ein. Das Reisemittel unserer Wahl ist – neben der Ferkeltaxe – die Neugier und die Phantasie, mit ihnen im Gepäck reisen auf den Spuren der Carlsbahn durch das Diemeltal.
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Freude, schöner Götterfunken …

P1030453Viermal am Tag ereignet sich in der Kernstadt von Bad Karlshafen etwas, das man mit bestem Gewissen als schönen Brauch bezeichnen kann: Das Glockenspiel am Rathaus. Viermal am Tag – 11.00, 15.00, 17.00 und 19.00 Uhr – erklingen verschiedene Melodien, die glücklicherweise auch noch recht weit entfernt vom Glockenturm des Rathauses zu vernehmen sind. Welche Melodien sind es, was sind ihre Geschichten und wie hört sich beispielsweise eine Kostprobe eines der Stücke an? Freude, schöner Götterfunken … weiterlesen

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Funkwellen und schwarze Kanäle

IMG_0292Heute ist ein recht grauer Tag, den ich in Kinder- und Jugendtagen regelmäßig vor dem Radio oder dem Fernseher verbracht habe. Ich habe gerade heute wieder einmal darüber nachgedacht, was ich damals alles gehört und gesehen habe. (Bad) Karlshafen lag und liegt im Dreiländereck Hessen – Nordrhein-Westfalen – Niedersachsen, was rein funktechnisch einige interessante Vorteile hatte: Neben den Sendern des Hessischen Rundfunks konnte man auch noch die Sendungen vom Westdeutschen und vom Norddeutschen Rundfunk sowie unter Umständen sogar die aus dem anderen Teil Deutschlands verfolgen – wohnte man wie ich auf einem Berg und hatte man eine ausreichend starke Antenne.

Einige Appetithäppchen: Im Radio hatte man die Gelegenheit, neben der ‚Internationalen Hitparade‘ mit Werner Reinke (HR3) auch noch Mal Sondock’s Hitparade und die Schlagerrallye vom WDR sowie das Clubwunschkonzert von NDR 2 zu hören. Im Fernsehen gab es anstatt ‚Onkel Otto‘ im HR ‚Ute, Schnute, Kasimir‘ im WDR-Regionalfernsehen. Kennen Sie die noch? West 3 als zusätzliches drittes Programm konnte man ausreichend gut empfangen, bei Nord 3 war das leider nicht möglich.

Begleiten Sie mich gerne zurück in eine Zeit, in der sich noch nicht jeder Sender via Satellit ins Wohnzimmer holen ließ und man medientechnisch noch auf eine spannende Entdeckungsreise gehen konnte. Funkwellen und schwarze Kanäle weiterlesen

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Faszination Carlsbahn – Teil 2: Expedition Carlsbahn

P1040503Gerade hat mir eine gute Freundin zuverlässig mitgeteilt, dass es heute in Bad Karlshafen geschneit hat. Doch lasse ich mich dadurch nicht davon abbringen, einen Blogbeitrag über das Radeln auf dem Bahntrassenradweg der ehemaligen Carlsbahn zu schreiben. Ein abwegiger Gedanke? Ich denke nicht.

Ein kleines Experiment soll das verdeutlichen: Wir brauchen dazu folgende Zu- und Gegenstände: Schnee (kein Problem, liegt vor der Tür), eine landschaftlich reizvolle Eisenbahnstrecke durch das untere Diemeltal (okay, sie wird nicht mehr betrieben, ist aber noch da) und eine Vorstellung von einer schnaufenden Dampflok (na, ist doch auch nicht so schwer!). Ach ja, wir selber sitzen in einem ruckelnden Eisenbahnwagen auf einer minder bequemen Holzbank. Und jetzt: Augen zu und sich der Vorstellung erfreuen, durch das winterliche Diemeltal zu reisen.
Doch irgendwann öffnen sich die Augen wieder und in die Realität des Jahres 2016 ist zurück. Zu entdecken gibt es jedoch immer noch viel – insbesondere auf der ehemaligen Bahntrasse zwischen Bad Karlshafen und Hümme.

Wie wäre es also mit dem guten Vorsatz für das neue Jahr, die ehemalige Bahntrasse zwischen Bad Karlshafen und Hümme einmal mit dem Rad zu erkunden?
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Ausstellung ‚Carlshafen – ein Städtename mit Programm‘

P1040427Man mag ja zur geplanten Hafenöffnung stehen wie man will: Die Ausstellung ‚Carlshafen – ein Städtename mit Programm‘ sollten sich weder Befürworter noch Gegner dieses Mammutprojekts entgehen lassen. Sie zeigt aber nicht allein die historische Perspektive des Areals, sie ist vor allem auch eine Blaupause für die zukünftige Gestaltung des Hafenareals – mit oder ohne Zugang zur Weser.

Die Ausstellung „Carlshafen – ein Städtename mit Programm“ ist am 16. Dezember 2015 im Gästeraum des Rathauses Bad Karlshafen eröffnet worden. Der Heimatverein Bad Karlshafen e. V. zeigt täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr das Hafenareal aus der historischen Perspektive, der damaligen pflanzlichen Gestaltung und der industriellen Nutzung des Hafens. Zudem zeigt die Ausstellung auf, wie der Hafen zukünftig aussehen könnte.

Mein Resümee: Die Ausstellung ist nicht nur eine schöne und notwendige Werbung für ‚Carls Hafen‘, sondern zugleich auch eine Mahnung für die Zukunft der Stadt. Ausstellung ‚Carlshafen – ein Städtename mit Programm‘ weiterlesen

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Faszination Carlsbahn – Teil 1: Materialsammlung

Die Idee zu einem Carlsbahn-Blog kam mir, als ich im November 2015 in der Eisdiele in Bad Karlshafen saß und zufällig mit einem Mann ins Gespräch kam, der gerne eine Wiedereröffnung der alten Carlsbahn erleben würde. Es gibt, so wurde mir in diesem Augenblick klar, neben mir auch noch andere Menschen, die sich für diese längst begrabene Eisenbahntrasse interessieren. Und das, obwohl die meisten von uns nicht die Gelegenheit hatten, jemals auch nur einen Kilometer mit der Carlsbahn zu fahren.

Lesen Sie heute im ersten Teil einer vierteiligen Reihe, wie Sie mehr über die Carlsbahn und ihre Geschichte erfahren können. Der Theorie folgt die Praxis (Teil 2), der Praxis die Fiktion (Teil 3). Letztlich, und das zeigt der vierte Teil dieser kleinen Serie, ist alles nur ein Spiel.

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Vergessene Orte: Schillerplatz / Schillerhain

P1030521Warum gibt es auf den Hessischen Klippen einen ‚Schillerplatz‘? Leicht zu finden ist er ja, er liegt auf dem Kuhberg, direkt hinter dem ‚Platz der Heimatvertriebenen‘. Welche Verbindung gibt es zwischen dem 1802 geadelten Johann Christoph Friedrich von Schiller (* 10. November 1759 in Marbach am Neckar, Württemberg; † 9. Mai 1805 in Weimar, Sachsen-Weimar) und der Stadt an der Weser?
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Schneevergnügen

P10403081.100 Meter, 150 Meter Höhendifferenz und 15 Minuten Fussweg – nackte Zahlen für ein wunderbares Erlebnis aus meiner Kindheit und Jugend: Die Schlittenfahrt von der (ehemaligen) Schutzhütte Brandenberg, an Hochbehälter und Eisenbahnerheim vorbei den Triftweg hinunter und an der Evangelischen Kirche vorbei bis zur Hafenmauer. Heute möchte ich noch einmal so richtig mit Ihnen Schlitten fahren … Schneevergnügen weiterlesen

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1980 – Eröffnung des Deutschen Hugenotten-Museums

DP1030462as gesamte Jahr 1980 wurden 52 US-Diplomaten in Teheran als Geiseln festgehalten (insgesamt 444 Tage vom 4. November 1979 bis zum 20. Januar 1981), Kanzlerkandidat Franz Josef Strauß von der CSU verliert die Bundestagswahl gegen Amtsinhaber Helmut Schmidt (SPD) und Ernő Rubiks ‚Zauberwürfel‘ beginnt seinen Siegeszug in deutschen Spielzeugläden.

In Bad Karlshafen wird am 18. Oktober besagten Jahres das Hugenotten-Museum in der Gerbergasse / An der Schlagd feierlich eröffnet. Träger des Museums ist der Verein Hugenotten-Museum Bad Karlshafen e. V. Die Deutsche Hugenotten-Gesellschaft und die Stadt Bad Karlshafen unterstützen ihn dabei.   1980 – Eröffnung des Deutschen Hugenotten-Museums weiterlesen