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Hessenkanzel

P1040355Fährt man auf der B83 zwischen Bad Karlshafen und Helmarshausen entlang, so kann man ihn bereits deutlich erkennen, den ehemaligen Steinbruch hoch oben im Reinhardswald. Begibt man sich über den Dornröschenweg zu seinen Füßen, so gelangt man zum ‚Falkenhorst‘. Geht man jedoch den Triftweg hinauf am Hochbehälter vorbei bis zum Rastplatz Brandenberg, so liegt rechts im Wald die ‚Hessenkanzel‘ – aufgrund ihrer Lage einer der schönsten Aussichtspunkte der Stadt. Hessenkanzel weiterlesen

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Die Straßen von Bad Karlshafen

Teil 2: Dichter und Denker

Der zweite Teil der Betrachtung der Ortsteile Bad Karlshafen und Helmarshausen anhand ihrer Straßennamen in der Reihe ‚Die Straßen von Bad Karlshafen‘ trägt den Titel ‚Dichter und Denker‘.

Insgesamt konnte ich bei meinen Recherchen zwölf Geistesgrößen ermitteln, die ich im folgenden gerne kurz beschreiben möchte. Natürlich sind es in der Hauptsache Schriftsteller, aber auch Philosophen und Theologen. Es befinden sich beispielsweise Dreiviertel der Dichter darunter, die man zum ‚Viergestirn der Weimarer Klassik‘ zählt. Dazu kommen ein Literaturnobelpreisträger sowie ein Heimatdichter, der aufgrund seiner Nähe zum Nationalsozialismus nicht unumstritten ist.

Beträgt das Verhältnis der insgesamt 82 Straßen in der Summe 45 (Bad Karlshafen) zu 37 (Helmarshausen), so ist die intellektuell beeinflusste Namensgebung mit sechs zu sechs vollkommen ausgeglichen und bezogen auf Straßen- (und Einwohner)-zahl in Helmarshausen sogar höher.

Die Bedeutung eines Straßennamens konnte nicht ermittelt werden: In Helmarshausen gibt es einen ‚Heydenweg‘ – die Untersuchungen gehen jedoch weiter. Die Straßen von Bad Karlshafen weiterlesen

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Vergessene Orte und verlorene Wege

P1030583Wie einige von Ihnen bereits wissen, habe ich in einem meiner Beiträge auf der Blogseite über meine Heimatstadt Bad Karlshafen unter der Rubrik ‚Vergessene Orte‘ bereits einen Artikel über den Charlottenstein verfasst. Ich kenne den Charlottenstein – ebenso wie die Himmelsleiter und die Hessenkanzel – bereits seit meiner frühesten Kindheit. Wir haben dort gespielt, sind in den alten Steinbrüchen herumgeklettert und haben im Wald so manche Hütte gebaut. Wenn ich jedoch heute einmal wieder die alten Wege entlanggehe, so macht es mich traurig, sowohl die Monumente als auch die Wege in einem derart schlechten Zustand zu sehen.

Ich möchte in diesem Blogbeitrag die Erinnerung zurückholen an die Stätten unserer Kindheit und Jugend – egal ob in Bad Karlshafen oder Helmarshausen -, die Schönheit mancher Flecken in unserer unmittelbaren Nähe betonen und ihren Wert für ein touristisches Gesamtkonzept für die Stadt herausstellen.

Reden ist das eine, aktiv etwas tun etwas anderes. Warum also nicht so initiativ werden wie die Menschen, die am Radweg die zwischen Helmarshausen und Wülmersen eine vom Sturm zerstörte Schutzhütte wieder errichtet haben (HNA, 29.09.15). Oder das Beispiel ‚Himmelsleiter‘: Dort hat eine Privatperson die nicht mehr trittsicheren Stufen der langen Treppe in Eigeninitiative wieder hergestellt.

Chapeau für solch einen Einsatz!

Lesen Sie mehr über „Wie es war.“, „Wie es ist.“„Wie es sein könnte.“ Erfahren Sie, wie Sie sich daran beteiligen können, unseren ‚Märchenwald‘ wieder zu dem zu machen, was er früher einmal war.

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1715 – Grundsteinlegung für das ehemalige Pack- und Lagerhaus und jetzige Rathaus

P1030453Wir schreiben das Jahr 1715: Auf den Peleponnes und in Kroatien tobt der ‚Venezianisch-Österreichische Türkenkrieg‘ und der Tod des Sonnenkönigs Ludwig XIV beendete die längste Regentschaft eines französischen Monarchen. Im gleichen Jahr, als der kleine Ort Sieburg mit seinen 16 Jahren mitten in seiner Pubertät steckte, wurde mit der Grundsteinlegung des Karlsruher Schlosses die Stadt Karlsruhe begründet – sie ist also jünger als das jetzige Bad Karlshafen (Quelle: Wikipedia).

Am 8. Juli 1715 erfolgte die Grundsteinlegung für das sogenannte Pack- und Lagerhaus am Hafenplatz, das heutige Rathaus der Stadt Bad Karlshafen. Begleiten Sie mich also gerne zurück in die Geschichte des ehemaligen Pack- und Lagerhauses, eines landgräflichen ‚Absteigequartiers‘ und späteren Rathauses.

Was ist Ihre erste Erinnerung an das Rathaus der Stadt Bad Karlshafen? Meine ist, dass wir in der ersten Hälfte der siebziger Jahre auf der mächtigen Holztreppe des Rathauses standen und auf unsere Schluckimpfung warteten. Wir, das waren die Grundschüler der Sieburgschule des Einschulungsjahrgangs 1973. Lang ist es her – seitdem war ich oft dort, um alle möglichen Formalitäten zu erledigen – in der ‚landgräflichen Absteige‘. Doch dazu mehr im vollständigen Beitrag. 1715 – Grundsteinlegung für das ehemalige Pack- und Lagerhaus und jetzige Rathaus weiterlesen

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Jochen Desel: Die Geschichte der Kirchen in der Hugenottenstadt Karlshafen

Buch DeselWer kennt es nicht von früher: Es war der Sonntagmorgen und man bereitete sich mehr oder weniger freudig auf den Kirchgang vor. Ob nun gläubiger Kirchgänger nach Sankt Michael, launiger Konfirmand von Sankt Stephanus oder Mitglied der neuapostolischen Gemeinde auf dem Weg ins Invalidenhaus – der Sonntagmorgen gehörte früher fest der jeweiligen Kirchengemeinde.

Jochen Desel beschreibt als Herausgeber in seinem Büchlein „Die Geschichte der Kirchen in der Hugenottenstadt Karlshafen“ einen spannenden Teil der Ortsgeschichte, der so den Wenigsten bekannt sein dürfte. Oder wussten Sie, dass die Gläubigen früher mittels eines Glockenturms am Triftweg zur heiligen Messe gerufen wurden? Herr Desel wird Ihnen in seinem Buch auch verraten, dass zwei der drei Glocken im Ersten Weltkrieg eingeschmolzen worden, um aus ihnen Waffen herzustellen. Erfahren Sie in dieser Buchbesprechung mehr über einen bislang wenig bekannten Teil der Stadtgeschichte. Und das Kirchengeschichte nicht unbedingt langweilig sein muss, zeigt dieses Buch allen Interessenten sehr eindrucksvoll. Jochen Desel: Die Geschichte der Kirchen in der Hugenottenstadt Karlshafen weiterlesen

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Deutsche Bundespost, Postamt Karlshafen, 3522 Karlshafen

P1040297Steht man vor diesem wundervollen Portal aus dem Jahr 1892, so kann man sich zunächst gar nicht mehr darin erinnern, dass man früher quasi täglich durch diese alte Tür gegangen ist. Wir stehen vor dem alten Postamt, in dem sich heute ein privates Wohnhaus befindet. Früher war es – gemeinsam mit dem alten Bahnhof – quasi das Kommunikationszentrum der Stadt. Für das Gebäude musste übrigens der alte Friedhof weichen, der sich an dieser Stelle bergan befand.

Heute unterhält die Deutsche Post AG – oder wie sie damals noch hieß ‚Deutsche Bundespost‘ immer weniger richtige Postämter. So ist es auch in Bad Karlshafen. Nach dem Wechsel in das Gebäude ‚An der Schlagd‘ wurde es eine ‚Postagentur‘, die zunächst im Einkaufszentrum auf der rechten Weserseite beheimatet war, bevor sie ihren jetzigen Standort, das Buch und Schreibwarengeschäft Meinhardt in der Weserstraße, bezog. Können Sie sich noch einen Briefträger erinnern, der jeden Berg hinauf und zu Fuß von Haus zu Haus ging? Oder das erste Telegramm?

Genau darum soll es heute gehen, wir unternehmen eine kleine Zeitreise in die Siebziger Jahre. Die Epoche, wo noch der immer freundliche Herr Heeger dem städtischen Postamt vorgestanden hat. Kommen Sie jetzt in Gedanken mit mir durch die schwere Eingangstür, so stehen Sie plötzlich wieder in der hohen Vorhalle mit der steinernen Treppe und dem Fenster auf der rechten Seite. Dort, etwas weiter oben, in der Ecke, befand sich die Telefonzelle, an der Wand links war die Tür, die in die Schalterhalle führte.

Na, kommen die Erinnerungen langsam zurück? Deutsche Bundespost, Postamt Karlshafen, 3522 Karlshafen weiterlesen

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Eine Art Grußwort

Hallo, mein Name ist Christian Schneider, ich wurde am 1967 in Helmarshausen, heute Bad Karlshafen, geboren. Ich bin in diesem Ort aufgewachsen, meine Grundschulzeit verbrachte ich in der Sieburgschule – sie gibt es in dieser Form heute nicht mehr. Meine Zeit bis zum Realschulabschluss ging ich auf die damals nur als ‚Integrierte Gesamtschule‘ bezeichnete weitergehende Schule. Nun ist sie die Marie-Durand-Schule, früher stand hier sogar einmal ein Bahnhof. Meinen Zivildienst absolvierte ich in der Hermann-Wenning-Jugendherberge in der Winnefelder Straße – leider ist sie seit einigen Jahren geschlossen.
Aufmerksame Leser dieser Zeilen erkennen bereits, worauf ich hinaus möchte. Die Stadt wandelt sich – und das ist auch der natürliche Gang der Dinge. Ich habe einen aktiven Blog entwickelt, der ab heute allen Interessenten Informationen über Bad Karlshafen vermitteln soll und Sie vielleicht wieder an die ‚Gute alte Zeit‘ denken lässt. Oder – in Anbetracht der aktuellen politischen Diskussionen: Richtige Weichenstellungen für die Stadt in einem solidarischen Miteinander zu treffen, um auch in Zukunft und vor allem gemeinsam ihre Schönheit genießen zu können.
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Bericht vom 49. Deutschen Hugenottentag

2015 hatte Bad Karlshafen vom 4. bis 6 September die Ehre, den 49. Deutschen Hugenottentag auszurichten. Zirka 55 Teilnehmer reisten in die Hugenottenstadt, um untereinander den informativen und persönlichen Austausch zu pflegen. Das interessante Programm umfasste eine Ausstellungseröffnung, eine Buchvorstellung, Vorträge, einen ‚Bad Karlshafener Abend‘, einen ‚Winzerimbiss‘, Exkursionen und noch einiges mehr. Die Tagung wurde von der Deutschen Hugenotten-Gesellschaft e. V. in Kooperation mit der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Karlshafen, dem Deutschen Hugenotten-Museum und der Marie-Durand-Schule veranstaltet. Bericht vom 49. Deutschen Hugenottentag weiterlesen

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Die Straßen von Bad Karlshafen – Teil 1

Die Gründer und Größen der Vergangenheit

Es ist interessant, die Geschichte Bad Karlshafens einmal anhand ihrer Straßennamen zu betrachten. Wie überall anders auch, verraten die Namen der Straßen viel über eine Stadt. Nimmt man den Stadtplan zur Hand, wie man es bereits unzählige Male getan hat, so kommt es einem nicht in den Sinn, die Bedeutung von ‚Triftweg‘ und ‚An der Schlagd‘ zu hinterfragen. Wer waren beispielsweise ‚Galland‘ und ‚Fritz Kuhlenkamp‘? Insgesamt hat Bad Karlshafen 82 Straßen, davon 45 in Bad Karlshafen und 37 im Stadtteil Helmarshausen.

In einer mehrteiligen Serie sollen die Besonderheiten der Namensgebung der Verkehrswege einmal einer kritischen Betrachtung unterzogen werden. In diesem ersten Teil geht es um den Ortsteil Bad Karlshafen und die Benennung der Straßen nach den Größen der Stadthistorie. Die Straßen von Bad Karlshafen – Teil 1 weiterlesen

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Nicht nur Abends den Frieden finden

Eine kleine Wanderung zum ‚Abendfrieden‘

Auf dieser kleinen Wanderung begeben Sie sich zunächst vom Hafenplatz aus an der Evangelischen Kirche vorbei zum Triftweg. Diesem gehen Sie so lange hinauf, bis Sie einen kleinen Platz erreichen. Hier, wo sich früher das alte Forsthaus befand, hat nun die Steuerberater- und Wirtschaftsprüfer-Kanzlei Brecht und Partner ihren Sitz. Sie gehen nach links und folgen der Straße ‚Am Eisenbahnerheim‘. An dem imposanten, jedoch baufälligen Eisenbahnerheim gehen sie vorbei und geradeaus weiter, bis sie nach einem weiteren Anstieg in den Wald gelangen. Sie folgen dem Weg einige hundert Meter, bis sie rechterhand zwei Bänke sehen. Sie haben den ‚Abendfrieden‘ erreicht. Nicht nur Abends den Frieden finden weiterlesen