In Amt und Würden – Die Bürgermeister in (Bad) Karlshafen und Helmarshausen seit 1945

Mit Marcus Dittrich wurde am 16. Januar 2018 der neue Bürgermeister Bad Karlshafens vereidigt und in sein Amt eingeführt. Er ist der fünfte Bürgermeister, der nach der Gebietsreform 1972 und der damit einhergehenden Eingemeindung Helmarshausens nach Karlshafen die schwere Amtskette der Stadt mit seinem Sieburgwappen tragen darf. Wer waren nun die Bürgermeister (Bad) Karlshafens und Helmarshausens, die nach dem Zweiten Weltkrieg für das Wohl der Stadt verantwortlich waren? Der geneigte Leser wird feststellen, dass es auch schon vor der Eingemeindung einen Bürgermeister gab, der in beiden Ortsteilen regiert. Auch klingt der Name eines Karlshäfer Bürgermeisters wie ein berühmtes Evangeliar aus Helmarshausen. Es gibt also viele gute Gründe, die Beziehungen zwischen der einst berühmten Klosterstadt und ihrem „Vorort“ künftig weiter zu vertiefen.  Weiterlesen

Von, Nach-zu und mittendurch – Fernwanderwege von, nach und durch Bad Karlshafen und Helmarshausen

Bad Karlshafen und Helmarshausen liegen, Wanderwege-technisch betrachtet, im Herzen Deutschlands. Hier beginnen beziehungsweise enden eine Vielzahl von Wegen, weitere durchqueren die Orte. Einige der Wege kennt jeder – sie werden ja ordentlich beworben: Zu ihnen gehören der Hugenotten und Waldenserpfad, der Weserberglandweg und der Märchenlandweg. Doch gibt es auch bei uns auch zwei Hessenwege, die Stammesbrücke und bald auch den Diemeltalsteig. Insgesamt sind es elf Wege. Sträflich wäre es, dieses touristische Potential zukünftig nicht besser zu nutzen.

Eine Aufstellung mit allen wichtigen Daten wie Start/Ziel, Länge und Kennzeichnung habe ich einmal für alle Wanderfreunde zusammengestellt.

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Das Friedenstal – eine schöne Erinnerung (2)

Ich denke, fast alle Kinder aus Karlshafen haben eine schöne Erinnerung an das Friedenstal am Rand des immergrünen Sollings. Wir haben dort gespielt, Dämme gebaut und wieder eingerissen, Hütten gebaut und als Pfadfinder das Terrain erkundet. Doch auch die Erwachsenen schätzten dieses liebliche Tal als Oase der Ruhe – wenn nicht gerade spielende Kinder lautstark durch das lustvolle Einreißen eines Dammes die nächste Flutkatastrophe für den kleinen Eisenbahntunnel auslösten. Es war ja auch ein Ruhe- und Rastpunkt von Generationen von Wanderern – schon zu Beginn des letzten Jahrhunderts.

In mehreren Blogfolgen möchte ich Ihnen Geschichten über das Friedenstal erzählen. Die ersten beiden Kurzgeschichten behandeln die glückliche Vergangenheit, an die sich viele von uns noch gerne erinnern. Heute geht es eine unangenehme Überraschung für Kurgäste aus dem Eisenbahnerheim, die auf einer kleinen Wanderung durch den Solling auch durch das Friedenstal wandern möchten.

Sollten Sie besondere Erinnerungen an das Friedenstal haben, so lassen Sie mich gerne an Ihnen teilhaben. Erzählen Sie mir und uns davon, vielleicht haben Sie auch noch schöne Fotos oder Postkarten. Es wäre schade, wenn das Friedenstal, welches sich heute in einem erbarmungswürdigen Zustand befindet, noch weiter in Vergessenheit geriete. Und nun viel Spaß mit der exklusiven Kurzgeschichte „Dammbruch!“!

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Acht Kostbarkeiten in Bad Karlshafen und Helmarshausen (6): Museum des Heimatvereins Helmarshausen

Genau 34 Jahre ist es nun her, dass in London das damals teuerste Buch der Welt versteigert wurde – das bis dahin verschwundene Evangeliar Heinrichs des Löwen. Will man heute eine Faksimile dieses epochalen Werkes betrachten, so braucht man nur das Museum des Heimatvereins Helmarshausen zu besuchen. Neben dieser Nachbildung des einstmals „vor Ort“, im Benediktiner-Kloster Helmarshausen vom Mönch Herimann um 1188 geschaffenen Werkes gibt es dort die Dauerausstellung „Buchmalerei im Mittelalter“ sowie immer wieder interessante Sonderausstellungen zu sehen – beispielsweise im letzten Jahr zum Thema Hochwasser. Vor allem ist das vom Heimatverein Helmarshausen betriebene Museum die Keimzelle vieler Aktivitäten der sehr regen ehrenamtlichen Mitglieder: Neben der Betreuung des Museums zählt dazu die Betreuung der nahegelegenen Krukenburg, Initiativen wie die „Helmars-Häuser“ sowie die Herausgabe eines „Heimatkalenders“. Weiterlesen

Acht Kostbarkeiten in Bad Karlshafen und Helmarshausen (5): Antiquariat Schäfer

Schaut man auf die mächtige Fassade des Hotels zum Schwan, so übersieht man leicht das kleine Geschäft, das sich rechts davon in der Conradistraße 2 befindet. Seit nunmehr 60 Jahren verbirgt sich hinter der recht unscheinbaren Eingangstür eine literarische Schatzkammer mit schätzungsweise 10 000 Büchern, die es zu entdecken lohnt. Alle Fachgebiete befinden sich darunter, seien es Geschichte, Naturwissenschaften, Theologie und natürlich Belletristik. Einige der besten Stücke sind museumsreif, ähnlich wie Gemälde beispielsweise von Herbert Mager, Exlibris von Michel Fingesten sowie die zahlreichen Stiche von Bad Karlshafen und Umgebung. Doch Antiquariat und Buchhandel bieten noch mehr: Es ist der Sitz des Verlags Bernhard Schäfer, hier wurden die neunzehn Bände der Buchreihe „Beiträge zur Geschichte der Stadt Bad Karlshafen und des Weser-Diemel-Gebiets“ verlegt. Christian Schäfer, der Besitzer des Antiquariats, engagiert sich zudem auch aktiv für die Belange der Stadt: Er ist Vorsitzender des Heimatvereins Bad Karlshafen und unter seiner Federführung ist der Kalender 2018 zur Hafengeschichte entstanden. Weiterlesen

Das Friedenstal – eine schöne Erinnerung (1)

Ich denke, fast alle Kinder aus Karlshafen haben eine schöne Erinnerung an das Friedenstal am Rand des immergrünen Sollings. Wir haben dort gespielt, Dämme gebaut und wieder eingerissen, Hütten gebaut und als Pfadfinder das Terrain erkundet. Doch auch die Erwachsenen schätzten dieses liebliche Tal als Oase der Ruhe – wenn nicht gerade spielende Kinder lautstark durch das lustvolle Einreißen eines Dammes die nächste Flutkatastrophe für den kleinen Eisenbahntunnel auslösten. Es war ja auch ein Ruhe- und Rastpunkt von Generationen von Wanderern – schon zu Beginn des letzten Jahrhunderts.

In mehreren Blogfolgen möchte ich Ihnen Geschichten über das Friedenstal erzählen. Die ersten beiden Kurzgeschichten behandeln die glückliche Vergangenheit, an die sich viele von uns noch gerne erinnern. Heute geht es um eine außerplanmäßig lange Ruhepause von wandernden Eisenbahnern, die sich Carlshafen als Ausflugsziel gesucht haben und nun einen sonnigen Junisonntagmorgen in der weißen Stadt im Grünen verbringen.

Sollten Sie besondere Erinnerungen an das Friedenstal haben, so lassen Sie mich gerne an Ihnen teilhaben. Erzählen Sie mir und uns davon, vielleicht haben Sie auch noch schöne Fotos oder Postkarten. Es wäre schade, wenn das Friedenstal, welches sich heute in einem erbarmungswürdigen Zustand befindet, noch weiter in Vergessenheit geriete. Und nun viel Spaß mit der exklusiven Kurzgeschichte „Wanderers Rast im idyllischen Friedenstal“! Weiterlesen

Acht Kostbarkeiten in Bad Karlshafen und Helmarshausen (4): Atelier Ariane Zuber

Halbzeit bei den acht Kostbarkeiten – doch vor der Pause gibt es noch ein besonderes Schmankerl: „Malerei zwischen Tag und Traum“ am Hafenplatz 16 in Bad Karlshafen. Ariane Zubers künstlerisches Portfolio im eigenen Atelier ist nicht nur eine Bereicherung für das kulturelle Leben der Stadt, vielmehr ist es mit der Einrichtung eines regelmäßigen Salons auch eine wichtige künstlerische Initialzündung für die schwer geplagte Barockstadt im Reinhardswald. Das Angebot der Künstlerin umfasst neben ihrer eigenen Malerei auch einen Kunst- und Antiquitätenverkauf sowie Kurse in experimenteller Malerei und Restaurierungstechniken.

Schauen Sie doch mal rein – oder kommen Sie am 21. Oktober um 17 Uhr zum Salon mit dem Thema „Poffertjes und Perlenohrring“.
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Historische Aussichtspunkte ins Diemeltal – Rütli und Wandererslust

Das Beispiel Charlottenstein zeigt, wie traurig es sein kann, wenn das kulturelle Erbe eines Ortes nicht gepflegt wird und in Vergessenheit gerät. Wer kennt denn noch das ‚Rütli‘ und die ‚Wandererslust‘? Wie an dieser Stelle bereits mehrfach erwähnt, gab es in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts noch wesentlich mehr Aussichtspunkte mit reizvollen Blicken auf beide Orte. Das hängt natürlich auch damit zusammen, dass früher wesentlich mehr gewandert und spaziert wurde. Von den einst 30 Aussichtspunkten sind heute nur noch wenige als solche zu erkennen. Daher führe ich heute meine ‚Mission‘ fort und hole zwei Aussichtspunkte aus ihrem Schattendasein in die kollektive Erinnerung des Ortes zurück. Mag man das ‚Rütli‘ vielleicht noch kennen, bei ‚Wandererslust‘ sieht das schon anders aus.

Gegen das Vergessen. Weiterlesen

Acht Kostbarkeiten in Bad Karlshafen und Helmarshausen (3): Das Deutsche Hugenotten-Museum

Die dritte Folge der Reihe „Acht Kostbarkeiten in Bad Karlshafen und Helmarshausen“ beschreibt ein einzigartiges Museum – auch wenn es leider das einzige Museum des Ortsteils Karlshafen ist: Das Deutsche Hugenotten-Museum. Das im Jahr 1980 gegründete Museum befindet sich in einer ehemaligen Tabakfabrik in der Hugenottenstadt Bad Karlshafen und zeigt auf drei Stockwerken nicht nur Exponate zur Geschichte der Hugenotten in Frankreich und Deutschland, sondern auch spannende Aspekt der Ortsgeschichte der 318 Jahre alten Barockstadt.

Um es in moderner Sprache auszudrücken: Hat man die barocke Bausubstanz als „Hardware“ jeden Tag bewundernd vor Augen, bekommt man in diesem tollen Museum die „Software“, warum viele Dinge sich so entwickelt haben, wie sie heute sind. Der reich bebilderte Beitrag soll Lust drauf machen, das tolle Museum zu besuchen – beziehungsweise – wieder zu besuchen! Weiterlesen