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Acht Kostbarkeiten in Bad Karlshafen und Helmarshausen (6): Museum des Heimatvereins Helmarshausen

Genau 34 Jahre ist es nun her, dass in London das damals teuerste Buch der Welt versteigert wurde – das bis dahin verschwundene Evangeliar Heinrichs des Löwen. Will man heute eine Faksimile dieses epochalen Werkes betrachten, so braucht man nur das Museum des Heimatvereins Helmarshausen zu besuchen. Neben dieser Nachbildung des einstmals „vor Ort“, im Benediktiner-Kloster Helmarshausen vom Mönch Herimann um 1188 geschaffenen Werkes gibt es dort die Dauerausstellung „Buchmalerei im Mittelalter“ sowie immer wieder interessante Sonderausstellungen zu sehen – beispielsweise im letzten Jahr zum Thema Hochwasser. Vor allem ist das vom Heimatverein Helmarshausen betriebene Museum die Keimzelle vieler Aktivitäten der sehr regen ehrenamtlichen Mitglieder: Neben der Betreuung des Museums zählt dazu die Betreuung der nahegelegenen Krukenburg, Initiativen wie die „Helmars-Häuser“ sowie die Herausgabe eines „Heimatkalenders“. Acht Kostbarkeiten in Bad Karlshafen und Helmarshausen (6): Museum des Heimatvereins Helmarshausen weiterlesen

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Acht Kostbarkeiten in Bad Karlshafen und Helmarshausen (5): Antiquariat Schäfer

Schaut man auf die mächtige Fassade des Hotels zum Schwan, so übersieht man leicht das kleine Geschäft, das sich rechts davon in der Conradistraße 2 befindet. Seit nunmehr 60 Jahren verbirgt sich hinter der recht unscheinbaren Eingangstür eine literarische Schatzkammer mit schätzungsweise 10 000 Büchern, die es zu entdecken lohnt. Alle Fachgebiete befinden sich darunter, seien es Geschichte, Naturwissenschaften, Theologie und natürlich Belletristik. Einige der besten Stücke sind museumsreif, ähnlich wie Gemälde beispielsweise von Herbert Mager, Exlibris von Michel Fingesten sowie die zahlreichen Stiche von Bad Karlshafen und Umgebung. Doch Antiquariat und Buchhandel bieten noch mehr: Es ist der Sitz des Verlags Bernhard Schäfer, hier wurden die neunzehn Bände der Buchreihe „Beiträge zur Geschichte der Stadt Bad Karlshafen und des Weser-Diemel-Gebiets“ verlegt. Christian Schäfer, der Besitzer des Antiquariats, engagiert sich zudem auch aktiv für die Belange der Stadt: Er ist Vorsitzender des Heimatvereins Bad Karlshafen und unter seiner Federführung ist der Kalender 2018 zur Hafengeschichte entstanden. Acht Kostbarkeiten in Bad Karlshafen und Helmarshausen (5): Antiquariat Schäfer weiterlesen

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Das Friedenstal – eine schöne Erinnerung (1)

Ich denke, fast alle Kinder aus Karlshafen haben eine schöne Erinnerung an das Friedenstal am Rand des immergrünen Sollings. Wir haben dort gespielt, Dämme gebaut und wieder eingerissen, Hütten gebaut und als Pfadfinder das Terrain erkundet. Doch auch die Erwachsenen schätzten dieses liebliche Tal als Oase der Ruhe – wenn nicht gerade spielende Kinder lautstark durch das lustvolle Einreißen eines Dammes die nächste Flutkatastrophe für den kleinen Eisenbahntunnel auslösten. Es war ja auch ein Ruhe- und Rastpunkt von Generationen von Wanderern – schon zu Beginn des letzten Jahrhunderts.

In mehreren Blogfolgen möchte ich Ihnen Geschichten über das Friedenstal erzählen. Die ersten beiden Kurzgeschichten behandeln die glückliche Vergangenheit, an die sich viele von uns noch gerne erinnern. Heute geht es um eine außerplanmäßig lange Ruhepause von wandernden Eisenbahnern, die sich Carlshafen als Ausflugsziel gesucht haben und nun einen sonnigen Junisonntagmorgen in der weißen Stadt im Grünen verbringen.

Sollten Sie besondere Erinnerungen an das Friedenstal haben, so lassen Sie mich gerne an Ihnen teilhaben. Erzählen Sie mir und uns davon, vielleicht haben Sie auch noch schöne Fotos oder Postkarten. Es wäre schade, wenn das Friedenstal, welches sich heute in einem erbarmungswürdigen Zustand befindet, noch weiter in Vergessenheit geriete. Und nun viel Spaß mit der exklusiven Kurzgeschichte „Wanderers Rast im idyllischen Friedenstal“! Das Friedenstal – eine schöne Erinnerung (1) weiterlesen

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Acht Kostbarkeiten in Bad Karlshafen und Helmarshausen (4): Atelier Ariane Zuber

Halbzeit bei den acht Kostbarkeiten – doch vor der Pause gibt es noch ein besonderes Schmankerl: „Malerei zwischen Tag und Traum“ am Hafenplatz 16 in Bad Karlshafen. Ariane Zubers künstlerisches Portfolio im eigenen Atelier ist nicht nur eine Bereicherung für das kulturelle Leben der Stadt, vielmehr ist es mit der Einrichtung eines regelmäßigen Salons auch eine wichtige künstlerische Initialzündung für die schwer geplagte Barockstadt im Reinhardswald. Das Angebot der Künstlerin umfasst neben ihrer eigenen Malerei auch einen Kunst- und Antiquitätenverkauf sowie Kurse in experimenteller Malerei und Restaurierungstechniken.

Schauen Sie doch mal rein – oder kommen Sie am 21. Oktober um 17 Uhr zum Salon mit dem Thema „Poffertjes und Perlenohrring“.
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Historische Aussichtspunkte ins Diemeltal – Rütli und Wandererslust

Das Beispiel Charlottenstein zeigt, wie traurig es sein kann, wenn das kulturelle Erbe eines Ortes nicht gepflegt wird und in Vergessenheit gerät. Wer kennt denn noch das ‚Rütli‘ und die ‚Wandererslust‘? Wie an dieser Stelle bereits mehrfach erwähnt, gab es in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts noch wesentlich mehr Aussichtspunkte mit reizvollen Blicken auf beide Orte. Das hängt natürlich auch damit zusammen, dass früher wesentlich mehr gewandert und spaziert wurde. Von den einst 30 Aussichtspunkten sind heute nur noch wenige als solche zu erkennen. Daher führe ich heute meine ‚Mission‘ fort und hole zwei Aussichtspunkte aus ihrem Schattendasein in die kollektive Erinnerung des Ortes zurück. Mag man das ‚Rütli‘ vielleicht noch kennen, bei ‚Wandererslust‘ sieht das schon anders aus.

Gegen das Vergessen. Historische Aussichtspunkte ins Diemeltal – Rütli und Wandererslust weiterlesen

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Acht Kostbarkeiten in Bad Karlshafen und Helmarshausen (3): Das Deutsche Hugenotten-Museum

Die dritte Folge der Reihe „Acht Kostbarkeiten in Bad Karlshafen und Helmarshausen“ beschreibt ein einzigartiges Museum – auch wenn es leider das einzige Museum des Ortsteils Karlshafen ist: Das Deutsche Hugenotten-Museum. Das im Jahr 1980 gegründete Museum befindet sich in einer ehemaligen Tabakfabrik in der Hugenottenstadt Bad Karlshafen und zeigt auf drei Stockwerken nicht nur Exponate zur Geschichte der Hugenotten in Frankreich und Deutschland, sondern auch spannende Aspekt der Ortsgeschichte der 318 Jahre alten Barockstadt.

Um es in moderner Sprache auszudrücken: Hat man die barocke Bausubstanz als „Hardware“ jeden Tag bewundernd vor Augen, bekommt man in diesem tollen Museum die „Software“, warum viele Dinge sich so entwickelt haben, wie sie heute sind. Der reich bebilderte Beitrag soll Lust drauf machen, das tolle Museum zu besuchen – beziehungsweise – wieder zu besuchen! Acht Kostbarkeiten in Bad Karlshafen und Helmarshausen (3): Das Deutsche Hugenotten-Museum weiterlesen

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Die Sonntagsspaziergänge im Oktober

Die Vorschläge 48 bis 52 schließen nun die Reihe von wöchentlichen Sonntagsspaziergängen ab. Im hoffentlich schönen Oktober geht es hinauf zur Sohnreyhöhe, der lohnende Umweg führt in die Gegend von Schönebeck und Sababurg. Es gibt für wechselhaftes Wetter oder ein zu üppiges Mittagessen eine Faullenzerrunde. Wir begleiten den Bürgerverein bei seinem Schnatgang am 21. Oktober 2017 über den 8,5 Kilometer langen Sängerweg. Der 52. und letzte Vorschlag ist noch mal ein besonderer Leckerbissen: Er bringt den Sonntagsspaziergänger an einige Schauplätze des ‚Tatort Märchenlands‘.

Damit endet die Auswahl an Sonntagsspaziergängen, die nun ja ein ganzes Jahr ausfüllen und den interessierten Bürgern und Gästen eine Vielzahl von Möglichkeiten bieten, die beiden Orte Bad Karlshafen und Helmarshausen sowie die ebenso schöne Umgebung zu erkunden. Daher zum vorerst letzten Mal: Viel Spaß auf all Ihren Wegen! Die Sonntagsspaziergänge im Oktober weiterlesen

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Die Sonntagspaziergänge im September

Wir sind im Spätsommer und der nahende Herbst ist beinahe schon zu spüren. Auf einer leichten Weserpromenade gilt es, den schönen Blick auf Weser, Ort und Reinhardswald zu genießen. Die Langstrecke ist diesmal Vorschlag 2, hier geht es, den Rundweg Hasselhof-Herstelle (H5) zu absolvieren, der über die Krukenburg, den Erlenhof, Herstelle wieder zurück nach Bad Karlshafen führt. Vorschlag 3 beinhaltet den Besuch des lange in Deutschland einmaligen Deutschen Hugenotten-Museums. Der lohnende Umweg des Monats führt in Richtung Veckerhagen, Vaake, Immenhausen und Grebenstein.

Viel Vergnügen auf all Ihren Wegen! Die Sonntagspaziergänge im September weiterlesen

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Die Straßen von Bad Karlshafen: Teil 5 – Unterschiedliche Bezüge

Im fünften und letzten Teil der Betrachtung der Ortsteile Bad Karlshafen und Helmarshausen anhand ihrer Straßennamen in der Reihe ‚Die Straßen von Bad Karlshafen‘ geht es um die Straßen mit unterschiedlichen Bezügen. Insgesamt sind es noch siebzehn weitere Straßennamen, die sich noch nicht einer der bisher verwendeten Kategorien zuordnen ließen.

Die Bedeutung einiger Straßennamen konnte ich leider nicht ermitteln. Vielleicht gibt es ja sachdienliche Hinweise aus der Leserschaft?

Auf jeden Fall ist es der spannende Abschluss der Betrachtungen von Bad Karlshafen und Helmarshausen anhand ihrer Straßennamen. Die Straßen von Bad Karlshafen: Teil 5 – Unterschiedliche Bezüge weiterlesen

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Acht Kostbarkeiten in Bad Karlshafen und Helmarshausen (2): Die Helmars-Häuser

Der zweite Teil der Reihe „Acht Kostbarkeiten in Bad Karlshafen und Helmarshausen“ umfasst nicht einen einzelnen Ort, sondern ganz viele: Die Helmars-Häuser. Lassen Sie sich entführen in ein anderes Helmarshausen, in dem jede einzelne Station ihre kleine Geschichte über den 1000-jährigen Ort erzählt. Und egal, ob Karlshäfer oder Helmarshäuser – die einen sollten mal das Fahrrad oder Auto nehmen und hinfahren, die anderen vielleicht mal nicht mit dem Auto durch die Stein- oder Poststraße fahren, sondern bewusst einen kleinen Spaziergang unternehmen. Es lohnt sich.

Die zweite dieser acht Kostbarkeiten sind die Helmars-Häuser, von Marcus Dittrich erdacht und vom Heimatverein Helmarshausen ins Leben gerufen.

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